Die richtige Ausrüstung für die Berge

Die richtige Ausrüstung für die Berge

Wenn man sich in alpines Gelände begibt ist die richtige Ausrüstung essentiell.
Es gibt feste Regeln die in den Alpen und auch in allen anderen Gebirgen gelten.

1. Festes Schuhwerk

Festes rutschfestes Schuhwerk mit Knöchelschutz ist das allerwichtigste wenn man Touren in den Bergen plant. Man rutscht schnell von einer nassen Wurzel ab oder knickt um. Ohne festes Schuhwerk wird das ganze dann zu einem teuren Bergwachteinsatz, bei dem auch die Retter ihr Leben riskieren. Gute Bergschuhe sind deswegen eine lohnende Investition.

2. Wetterfeste warme Bekleidung

In den Bergen kann das Wetter extrem schnell umschlagen, Temperaturstürze um 15°C mit Starkregen oder sogar Schnee sind keine Seltenheit, aus diesem Grund sollten Sie immer Wasserfeste warme Bekleidung mit sich führen um Unterkühlungen zu vermeiden. Natürlich sollten sie sich vor Tourantritt über die Gegebenheiten vor Ort informieren und auch den Wetterbericht mit in die Planung einbeziehen.

3. Ausreichend Getränke und Brotzeit nicht vergessen.

Immer wieder müssen Wanderer geborgen werden, die sich komplett entkräftet und dehydriert haben. In einem Latschenfeld bei hoher Sonneneinstrahlung herrschen sehr hohe Temperaturen und der Körper verdunstet in der Höhe ohnehin mehr Wasser. Dementsprechend müssen immer genug Getränke mit sich geführt werden Je nach Länge der Tour können manchmal selbst 1-2 Liter zu wenig sein. Eine kleine Brotzeit als Stärkung kann nicht schaden, aber zumindest etwas süßes als kleinen Energieschub sollten sie immer dabei haben.

4. Lichtquelle/ Taschenlampe

Auf einer Bergtour verhockt man leicht auf einer Berghütte, oder man gerät durch falsche Planung in die Dämmerung. Auch durch einen Wetterwechsel kann die Dämmerung früher einsetzen. Wanderwege und Steige ohne Licht zu begehen ist lebensgefährlich. Führen Sie deswegen immer eine Taschenlampe oder Stirnlampe mit sich. Auch zum geben von Notsignalen ist eine Lichtquelle unablässig. Wir haben Ihnen eine kleine Auswahl an empfehlenswerten Lampen in unserem zusammen gestellt.

5. Bergstecken

Gerade Bergtouren durch schroffe Geröllhalden und lange Strecken Bergab sind eine hohe Belastung für die Kniegelenke und können auch zu dauerhaften Schädigungen führen.
Aus diesem Grund ist es sinnvoll stabile leichte Bergstecken zu verwenden. Auch kleine Stolperer können Sie damit kompensieren. Wir haben Ihnen ein paar empfehlenswerte Bergstöcke der Marke Fizan in unserem Webshop zusammen gestellt.

6. Kletterzubehör

Auch auf „einfachen“ Klettersteigen ist eine Grundausrüstung erforderlich. Diese besteht aus Klettersteigset, Hüftgurt für Kletterer und Helm. Zum Freiklettern ist weitere umfangreiche Ausrüstung notwendig, entsprechende Kurse vermitteln die Technik und das Wissen um die notwendige Ausrüstung. Checken Sie Ihre Ausrüstung sorgfältig, bevor sie zu Ihrer geplanten Tour aufbrechen. Machen sie sich unbedingt über die richtige Anwendung der Ausrüstung kundig. Neben der Bedienungsanleitung bieten Bergführer und Alpenvereine das notwendige Grundwissen in Kursen an. Machen Sie einen Kurs wenn Sie ihrer Sache nicht 100%ig sicher sind!

7. Erstehilfe Set

Beim Wandern als auch beim Klettern können durch kleine Unachtsamkeit schnell leichte bis schwere Verletzungen passieren, deshalb empfehlen wir Ihnen immer ein Erstehilfe-Set mit zu führen. Ein gutes erste Hilfe Set wiegt nicht viel und Sie haben alles dabei was Sie für kleinere Verletzungen benötigen.

8.  Handy

Es gibt zwar leider nicht überall Handynetz in den Bergen, aber trotzdem ist für den Notfall ein Handy zur Alarmierung der Bergwacht ein wichtiges Hilfsmittel. Bitte denken Sie daran, selbst wenn das Netz zum telefonieren nicht genügt, oft kann man eine sms versenden. Die Notrufnummer 112 verwendet immer den nächsten Mast, egal in welchem Netz sie registriert sind. Bitte vergessen Sie also nicht ihr Handy zu laden!

9. Wann rufe ich die Bergwacht?

Die Antwort ist einfach, lieber zu früh als zu spät! Die Bergwacht kann auch vom Tal aus Hilfestellung bei verstiegenen Personen geben und ein Einsatz in der Nacht ist immer schwieriger und auch für die Einsatzkräfte gefährlicher als bei Tag.

10. Lawinenpipser

Seit dem es Lawinenpipser gibt fühlen sich Skitourengeher sicherer und gehen ein viel höheres Risiko ein. Die Leute verdrängen, das der Großteil der Verschütteten innerhalb der ersten Minuten bereits erstickt ist, also lange bevor potentielle Retter überhaupt vor Ort sein können. Oft sind Lawinenkegel auch riesig und die Retter benötigen Stunden um das Areal ab zu suchen. Ein Lawinenpipser ist also ein Sinnvolles Gerät, aber ein gesunder Menschenverstand und die Beachtung der Lawinenwarnstufen ist wesentlich wichtiger.
Vergessen Sie nicht das Lokal die Lawinengefahr wesentlich höher sein kann. Die Warnstufe gibt nur ein grobes Übersichtsbild. Das selbe gilt auch für Schneeschuhwanderer!
Gehen Sie möglichst nicht alleine und stellen Sie sicher, das alle die komplette Notfallausrüstung mitführen. Dazu gehört neben dem Lawinenpipser auch eine Sonde und eine Schaufel. Eine schnelle Kameradenhilfe ist essentiell! Das notwendige Wissen vermitteln Alpenvereine und Bergführer.

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