Die Karwendelregion bietet mehr als nur grauen Wettersteinkalk, sondern ist auch reich an unterschiedlichen Fossilien, Erzen und sogar sehr seltenen aber wunderschönen Edelsteinen, wie dem fälschlich sogenannten „Alpenopal“

Fossilien im Karwendel



Das obere Isartal liegt in den nördlichen Kalkalpen, die zum Großteil aus alpinem Muschelkalk der aus dem Mittleren Trias gehört bestehen. Damit ist der Großteil der vorkommenden Gesteinsschichten ca. 245 – 241 Millionen Jahre alt. Neben diesen Gesteinsschichten findet man im oberen Isartal auch Marmor aus dem Unteren Jura (Lias) mit einem Alter von ca. 195 bis 175 Millionen Jahren. In dieser Gesteinsschicht kommen viele kleine aber sehr selten größere Versteinerungen vor. Somit ist diese Gesteinsschicht zur Suche nach Versteinerungen eher ungeeignet. Die Kössener Schichten hingegen sind reich an Versteinerungen, vor allem Muscheln. Mit ca. 200 bis 205 Millionen Jahren gehören sie zum obersten Teil des Trias. Besonders interessant sin die Schichten aus dem Raibler Ereignis und die Ölschieferschichten. In diesen Gesteinsschichten können schöne Versteinerungen gefunden werden.
Zeitschiene Versteinerungen2
Ammonit
Ölschiefer mit versteinertem Fisch
Versteinerter Fischkopf
Zahn noch nicht bestimmt
Ichthyosaurier zahn
Blei Erz

Der Bergbau im oberen Isartal



Der Bergbau hatte zudem im oberen Isartal von jeher eine große Bedeutung. Blei, Silber, Zinkblende wurden in zahlreichen Bergwerken abgebaut. Berühmt für den Silberabbau ist der Silberne Hansel, der neben der Kastenalm im Hinterautal liegt. Vom Tal aus sind die zahlreichen Stollen am Halleranger und vom Gleirschtal aus hoch oben in den Felswänden zu sehen. Auch bei Mittenwald sind mehrere Bergwerke im Ried und an den Wettersteinwänden zu finden in denen vor allem Blei abgebaut wurde.

Seltene aussergewöhnliche Edelsteine, die man nicht erwartet der Irisit / Alpenopal



Ein absolutes Highlight sind aber die über 200 Mio Jahre alten unglaublich stark opalisierenden Lumachellen aus dem Karwendel. Sie wurden jahrelang als Ammolite bezeichnet, die aus versteinerten Ammoniten bestehen, aber in der Realität sind es über 50 Mio Jahre ältere unglaublich seltene und farbenprächtige Überreste von Muscheln. Der unglaubliche Regenbogenfarbene Schimmer ist auch der Namensgeber des Irisit. Im Handel sind diese sehr seltenen Steine auch unter dem Namen Alpenopal zu finden. Bisher sind nur wenige der schleifbaren Edelsteine bekannt und es werden wohl auch immer sehr wenige Steine bleiben. Somit sind sie wesentlich seltener als alle anderen Edelsteine.
Alpenopal
Alpenopal
Irisiert / Aragonit
Ältester organischer Edelstein

Irisiert / Aragonit

Ältester organischer Edelstein

Irisiert / Aragonit

Ältester organischer Edelstein

Irisiert / Aragonit

Steine suchen und Millionen Jahre alte Zeugen der Zeit zu finden ist ein Spaß für jung und alt. Deswegen stellen wir Ihnen hier die Stellen an denen sie etwas Schönes finden können vor:

Versteinerte Muscheln auf dem Weg zur Ederkanzel

  • Auf dem Weg zur Ederkanzel findet man auf der linken Seite neben dem Weg versteinerte Muscheln.
 

Versteinerte Fische im Ichthyol

  • Neben der Reitherjoch Alm im Skigebiet Rosshütte findet man im alten Abraum des ehemaligen Bergwerkes immer noch schöne versteinerte Fische.
 

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